Castor friedlich gestoppt- Bündnis gegen Atomkraft bislang zufrieden mit dem Verlauf der Aktionen

8. November 2010 § Ein Kommentar

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zeigt sich bislang zufrieden mit dem Verlauf der Demonstrationen im Wendland. Nachdem in den frühen Morgenstunden des 06.11. über 200 Menschen aus Leipzig mit denen vom Bündnis zur Verfügung gestellten Bussen ins Wendland aufbrachen, blieben mehr als 50 Aktivisten dort um die Protestaktionen zu unterstützen. Der Großteil der Aktivisten aus Leipzig beteiligte sich dabei an den Blockaden in der Nähe von Hitzacker. Andere unterstützten dagegen die Blockade direkt vor dem Zwischenlager in Gorleben.

Sandra Post, die zum ersten Mal an den Aktionen teilgenommen hatte, zeigte sich gerade von der Atmosphäre am Sonnabend beeindruckt: „Der ganze Platz war randvoll mit Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft. Besonders beeindruckend fand ich die entspannte und friedvolle Atmosphäre. Ich bin mir sicher, dass die Bundesregierung an diesem Zeichen nicht vorbei kommt, denn für die vielen Tausend die im Wendland waren gibt es noch einmal Hunderttausende, die die Proteste mit Spenden und Aktionen ideell unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung einlenkt und die Laufzeitverlängerungen stoppt.“

Mike Nagler von Attac, der für das Leipziger Bündnis mit vor Ort ist, beschrieb die Lage am Sonntag so: „Bereits in den frühen Morgenstunden haben wir uns auf den Weg vom Camp Gedelitz zur Straßenblockade vor dem Zwischenlager gemacht. Den ganzen Tag haben dort über 2000 Menschen friedlich die Straße blockiert. Gerade die Stimmung zwischen den Menschen ist geprägt von Entschlossenheit und Friedlichkeit. Dabei wollen wir die Blockade so lange halten bis der Castor kommt. Wir erwarten, dass heute noch viel mehr Menschen zur Blockade kommen. Auch in Hitzacker war die Stimmung im Großen und Ganzen friedlich. Wir hoffen, dass das so bleibt.“

Jürgen Kasek vom BUND, der für das Bündnis die Koordinierung von Leipzig aus übernommen hatte, nahm Stellung zu der Diskussion um gewalttätige Auseinandersetzungen. „Es ist absolut bedauerlich, dass es am Rande der Demonstrationen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist. Allerdings hat selbst die Polizei eingeräumt, dass die absolute Mehrzahl der Demonstranten friedlich und kooperationsbereit agiert hat. Das ist das Zeichen, das vom Wendland ausgeht, dass die Bürger sich wehren und zwar friedlich.“

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigte dabei an, dass die Aktionen zum Thema Atomkraft weitergeführt werden sollen. Ein Sprecher erläuterte: „Auch in Sachsen gibt es in der Forschungsanlage Rossendorf noch alte Brennstäbe, die entsorgt werden müssen. Zusätzlich würden die Brennstäbe, die bislang in Ahaus lagern, in absehbarer Zeit über Sachsen nach Russland transportiert werden. Solange wie es Atomkraft gibt, werden wir dagegen streiten.“

Koordinatoren:
Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John
Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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