Stellungnahme zu der Havarie im japanischen Fukushima

14. März 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Angesichts der Bilder fällt es schwer die richtigen Worte zu finden. Wir als Bündnis sind tief betroffen und unsere ganze Anteilnahme gilt den Menschen in Japan, die vom Erdbeben und der Havarie in Fukushima unmittelbar betroffen sind.

In Japan war nicht menschliches Versagen der Auslöser, sondern eine Naturkatastrophe, ein Erdbeben von enormer, aber nicht unvorhersehbarer Gewalt. Dort wurde ein Atomreaktor durch ein kalkulierbares Beben so stark gestört, dass er nach der normal verlaufenen Sicherheitsabschaltung aufgrund defekter Betriebsaggregate und fehlenden Kühlmittels anhaltend außer Kontrolle geriet. Inzwischen ist auch bekannt, dass der Betreiber an Sicherheitsmaßnahmen gespart hat und es schon häufiger zu Zwischenfällen im AKW Fukushima kam.

In der Havarie von Fukushima verwirklichen sich alle der Nutzung der Atomkraft inhärenten Gefahren. Es wird wieder einmal klar, dass es sich bei der Stromerzeugung aus Atomenergie um eine Technologie handelt, die der Mensch nicht in aller Gänze beherrschen kann.

Die Menschheit kann dabei nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, denn Fukushima stellt für alle atomstromproduzierenden Staaten weltweit eine Zäsur dar. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich die Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung zunächst auszusetzen. Aber wir sagen auch deutlich, dabei darf es nicht bleiben.

Am Wochenende haben in Deutschland über 60.000 Menschen in Stuttgart deutlich gemacht, dass sie mit dem Risiko, das von der Atomenergie ausgeht, nicht mehr leben wollen. Heute Abend werden in ca. 400 deutschen Städten Tausende von Menschen auf die Straße gehen um der Opfer des Tsunamis zu gedenken und die Abschaltung aller Atomreaktoren weltweit zu fordern.

Die Bundesregierung kann daran nicht achtlos vorüber gehen. Jetzt erst Recht wird klar, dass es keine Sicherheit gibt, dass sie stets eine Illusion ist.

Wir fordern daher mit Nachdruck, dass die Bundesregierung ihre Entscheidung revidiert und die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke zurücknimmt, denn schon jetzt wird genügend Strom produziert, um die sieben ältesten Meiler vom Netz zu nehmen, ohne dass es zu einer Stromknappheit kommen würde.

 

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