Redebeitrag zur Demo „25 Jahre Tschernobyl“: Grußworte des Anti-Atombündnisses aus Magdeburg

6. Mai 2011 § Ein Kommentar

Verehrte Leipziger Mitstreitende, verehrte Atomfeinde weltweit,

heute, am 26. April 2011 jährt sich die größte Zivilkatastrophe der Menschheit zum 25. Mal, mit weit über 500.000 Toten und unzählbaren Strahlenopfern. Der Super-Gau von Tschernobyl im Jahr 1986 ist als Tragödie in die Geschichte der Menschheit eingegangen.

Atomkraftgegnerinnen und -gegner dieser Tage konnten sich nicht vorstellen, dass AKW’s bis heute betrieben werden – von Menschen die meinen, Atomkraft noch immer beherrschen zu können.

Die jüngsten katastrophalen Ereignisse in Japan scheinen nur oberflächlich die Gemüter zu erregen – Menschen sind beeindruckt von Merkels Moratorium, sie vertrauen auf die Sicherheit deutscher AKWs und sie sind beruhigt über die Entfernung zu Japan. Während die Folgen von Fukushima in ihrem Ausmaß momentan noch nicht abschätzbar sind, sichert das deutsche Außenengagement sogar den Bau eines AKWs im brasilianischen Erdbebengebiet finanziell ab.

Dies sind die Gedanken, die uns, das Aktionsbündnis Anti-Atom aus Magdeburg veranlassen, heute hier in Leipzig nur gedanklich vertreten zu sein, um dem 25igsten Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe zu gedenken und gegen das Vergessen aufzurufen. Dies sind unsere Motive, sich während dieser prägnanten Jährung lieber so zahlreich wie möglich hier, im Magdeburger Raum, zu besinnen und Gesicht gegen diese unverantwortliche Risikotechnologie zu zeigen! Wir veranstalten aus gegebenem Anlass eine zweitägige Mahnwache in Magdeburg sowie eine Großkundgebung am Endlager Morsleben zur Erinnerung aller Opfer atomarer Katastrophen.

Wir sind ein Aktions- und Interessenbündnis, das sich seit dem letzten Jahr mit kreativen Mitteln lautstark für eine neue Protestkultur in Magdeburg einsetzt. So verhüllten wir unlängst ein überdimensionales Plakat des sachsen-anhaltischen Regierungsanwärters, um gegen die wahlkampftaktische Instrumentalisierung Fukushimas vorzugehen. Uns treibt ein gemeinsamer Widerwille an, ein Widerwille gegen die unverantwortliche Arroganz von Entscheidungsträgern. Die Entscheidungsträger, die Belastungen für tausende Generationen nach uns aufbauen und Atomkraft noch immer als ökonomischen Segen bewerten. Folgen, wie Tschernobyl und Fukushima werden dabei verdrängt. Das muss aufhören!

Wir wünschen euch, uns und allen Gedenk- und Mahnveranstaltungen maximalen Erfolg beim Erreichen öffentlicher Aufmerksamkeit! Gemeinsam werden wir immer lauter und setzen uns für weltweites Umdenken ein. Wirtschaftsfetischisten sagen, wir fordern das Unmögliche aber besonders in Gedenken an Tschernobyl und der aktuellen Strahlenkatastrophe in Japan, fordern wir einen sofortigen und unwiderruflichen Politikwechsel. Der sofortige Ausstieg ist möglich! Und wir geben uns nicht mit weniger als einer sofortigen und nachhaltigen Energiewende zufrieden!

Wir wünschen eine gelungene und laute Demonstration in Leipzig. Die Menschen in Japan haben unser ganzes Mitgefühl. Raus aus der Atomkraft!

Mit freundlichen Gedanken und antiatomaren Grüßen

Denise Kürschner für das Aktionsbündnis Anti-Atom Magdeburg

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