Auf dem Weg zu neuer Stärke – Bericht zur größten Anti-Atom-Demo in Sachsen am 28.5.2011

31. Mai 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Am vergangenen Sonnabend, den 28.05.2011 veranstaltete ein breites Bündnis in insgesamt 21 deutschen Großstädten Demonstrationen gegen die Atomkraft und die nach wie vor unverantwortliche Politik der Bundesregierung. Wir aus Leipzig beteiligten uns an der Demo in Dresden, da die Aktivisten aus der Elbestadt auf Aktionen am Tschernobyl-Jahrestag im April weitestgehend verzichtet haben und anstelle dafür nach Leipzig mobilisierten. Ausrichter der sehr gut organisierten Demonstration war das in der Gründung befindliche sachsenweite Anti-Atom-Netzwerk.

Nachdem in der vorigen Woche in Leipzig mehrere hundert Plakate verklebt worden waren und mittels eines Flashmobs und weiteren Aktionen noch mal auf das Anliegen und die Notwendigkeit der Demonstration hingewiesen wurde, schlossen sich etwa 80 Menschen aus Leipzig dem Aufruf des BgAL an. Zusammen fuhren wir, ausgerüstet mit Transparenten, Fahnen und Schildern, nach Dresden, um gemeinsam nicht nur gegen Atomkraft, sondern vor allem für eine postfossile Zukunft zu demonstrieren. In Dresden erwartete uns strahlender Sonnenschein, einige Infostände, ein Anti-Atom-Traktor, Musik und Redebeiträge.

Zunächst sprach einer der Mitorganisatoren und machte das Anliegen der Veranstaltung deutlich. Der anschließende Redebeitrag wurde vom Bündnis gegen Atomkraft Leipzig gestaltet. In der kämpferischen Rede wurde noch einmal vehement die Forderung nach dem Ausstieg bekräftigt und gleichzeitig klar gemacht, dass Kohle für uns keine Alternative ist. Als letzte Rednerin der Auftaktkundgebung sprach die DGB-Vorsitzende in Sachsen, Iris Kloppich, die für ihr Pro-Kohle-Statement viele verwunderte Blicke erntete.

Daraufhin setzte sich die Demonstration, der sich rasch weitere Menschen anschlossen, in Bewegung und zog mit insgesamt über 3500 Teilnehmern vom Bahnhof Neustadt vorbei an der Dresdner Frauenkirche zur Abschlusskundgebung auf dem Theaterplatz. Dort angekommen wurde die Polizei gebeten, das nicht abgesprochene Abfilmen der friedlichen Demonstration zu unterlassen.

In einem der letzten Redebeiträge ergriff Mike Nagler, der für Attac sprach und dieses auch im Leipziger Bündnis vertritt, das Wort. Insbesondere setzte er sich noch einmal mit der Rolle der Banken und deren Verquickungen zur Atomwirtschaft auseinander und kritisierte auch die handelnden Politiker deutlich. Die Opposition wurde dabei ebenfalls kritisch reflektiert und daran erinnert, dass mensch sehr genau beobachte, welcher Umgang mit der aktuellen Energiedebatte erfolgt.

Nach weiteren Musikbeiträgen löste sich die Demonstration gegen 15 Uhr auf und die LeipzigerInnen traten die Heimreise an. Abends wurden in Leipzig weitere Aktionen mit Hilfe von Flyern und Plakaten beworben, bevor am Sonntagabend ein ereignisreiches Wochenende für das Bündnis nach der Ökofete im Clara-Park zu Ende ging.


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