Und dann brannte das Klo…

15. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Bündnis gegen Atomkraft Leipzig auch in Gorleben dabei.

Mit zwei Bussen beteiligte sich das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig, in dem auch der Ökolöwe Mitglied ist, an den kraftvollen und friedlichen Protesten gegen den diesjährigen Castor-Transport und ein mögliches Endlager in Gorleben. Dabei konzentrierten sich die Leipziger auf die Massenblockaden auf Schiene und Straße. Statt zur Demo wurde sich sogleich bei Harlingen widersetzt, also auf die Schiene gegangen. Und die Polizei konnte, wie so oft, nur wenig dagegen ausrichten, so dass die Veranstalter am Ende von rund 5000 Menschen auf den Schienen sprechen konnten.

In Decken, Schlafsäcke gewickelt, auf Isomatten und Strohsäcken sitzend und liegend, verbrachten die Aktivisten die Nacht im Gleisbett bis dann morgens um vier Uhr das Unvermeidliche begann – die Räumung.

Dabei hatte sich die Polizei etwas besonderes ausgedacht: die Geräumten wurden nicht einfach forteschickt, wie bei kleineren Blockaden üblich, sondern allesamt in einer Gefangenensammelstelle unter freien Himmel, etwa 50 Meter entfernt der Schienen, untergebracht. Rund 1500 waren es, die dort am Ende bewacht wurden. Das ganze wurde zum Happening. Im Kessel bildeten sich ab acht Uhr morgens (so lange dauerte die komplette Räumung) Demonstrationen, Menschenketten, Sportgruppen und kleine Theaterevents rund um das Thema Castor. So malten die Gekesselten, die ganze Aktion war rechtlich mehr als fragwürdig, Plakate mit Sprüchen wie „Seit acht Stunden Gefangener der BRD“ oder „Die Mauer muss weg“. Die Polizei hatte die Außenwand nämlich schlichterweise aus Polizteiautos in einem großen Kreis zusammengeparkt. Aus ungeklärten Umständen fing auch eines der in der Mitte des Platzes stechenden 16 Dixieklos Feuer und musste von der Polizei gelöscht werden, was zu einigen Tumulten führte.

Der Stimmung im Lager, tat das alles keinen Abbruch, zumal auch die Vokü des Camps Hitzacker ihre Leckereien im Kessel an Mann und Frau bringen konnten und man nicht auf die Verköstigung der Polizei (Tomatensuppe mit Fleischbällchen und Kartoffelsalat) angewiesen war. Nach neun Stunden war dann Schluss mit der Kesselei und gegen Abgabe der Personalien und eines sehr fragwürdigen Platzverweises konnten die AtomkraftgegnerInnen ihrer Wege ziehen. Für die LeipzigerInnen hieß das, ab zur Straßenblockade nach Gorleben – die Castor-Festspiele gingen noch anderthalb Tage weiter.

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