aktuelle PM „25 Jahre Tschernobyl – Bündnis ruft zur Demonstration gegen Atomkraft auf dem Leipziger Innenstadtring auf“

22. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Für den 26.04.2011 ruft ein breites Bündnis zu einer Demonstration gegen Atomkraft auf dem Leipziger Innenstadtring auf. Beginn ist 18 Uhr auf dem Augustusplatz mit einer Performance, die an die Katastrophe von vor 25 Jahren erinnert. Die Veranstaltung endet mit der Vorführung des Films „Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen“ gegen 20 Uhr wieder auf dem Augustusplatz. Die Demonstration findet auf den Tag genau 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl statt.

„Auch 25 Jahre nach dem Super-GAU und vielen weiteren Beinahe-Katastrophen, wie 2006 im schwedischen Forsmark oder 1979, 1983 und 2009 im amerikanischen Harrisburg, ist die Gefahr Atomkraft nicht gebannt. Spätestens seit es am 11. März 2011 im japanischen Fukushima zum zweiten atomaren Super-GAU der Geschichte kam, muss klar sein, dass es keine Sicherheit geben kann. Mit unserer Demonstration wollen wir darauf aufmerksam machen und die Zeichen für einen sofortigen Atomausstieg setzen“, erklärt Sandra Post vom Bündnis gegen Atomkraft Leipzig das Anliegen.

Zur Demonstration rufen inzwischen nicht nur die Parteien SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auf, sondern auch die Umweltverbände, Gewerkschaften und Kirchen unterstützen die Veranstaltung. So wird bei der Zwischenkundgebung an der Thomaskirche unter anderem Thomaskirchpfarrer Christian Wolff sprechen. Auch Gruppen aus Halle und Dresden haben sich inzwischen angekündigt. Neben den Redebeiträgen wird es musikalische Beiträge von verschiedenen Sambagruppen und einer Band aus Halle geben. Der Anmelder der Demonstration, Jürgen Kasek, erwartet mehrere hundert Menschen, die in Leipzig zusammen gegen Atomkraft demonstrieren werden.

„Die richtige Schlussfolgerung aus den vielen Zwischenfällen und insbesondere der Katastrophe von Tschernobyl hätte längst gezogen werden müssen. Die langfristigen Folgen für Umwelt und Gesundheit, sowie der sozioökonomische Aspekt muss nun endlich von den Regierungen bei der Gestaltung ihrer Energiepolitik umfassend anerkannt und berücksichtigt werden.“, stellt Mike Nagler, der attac im Bündnis vertritt, fest. Gerade die Reaktionen der Bundesregierung machen deutlich, dass mehr Druck durch die Bevölkerung entstehen müsse um ein Handeln zu erzeugen.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz, weist daraufhin, dass der Atomausstieg nur ein Teilschritt, obgleich ein entscheidender, in Richtung postfossile Zukunft sei. „Das Abschalten der Atomkraftwerke ist die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien“, so John. „Bereits in drei Jahren könnten sämtliche Atomkraftwerke ohne zusätzlichen CO2-Ausstoß ersetzt werden. Hierzu ist es allerdings auch notwendig, dass auch die Schlusslichter Sachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg der Stromerzeugung durch Wind und Wasser mehr Raum geben.“

Das Bündnis ist bundesweit vernetzt. Bereits am Montag, dem 25.04. finden deutschlandweit Proteste an 12 Atom-Standorten statt.

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